Die Kontaktlinsen
Bei Kontaktlinsen handelt es sich um eine alternative Sehhilfe zu der gewöhnlichen Brille. Man bezeichnet sie auch als Haftschalen oder Haftgläser. Es handelt sich im Allgemeinen um einen lichtbrechenden transparenten Körper, welcher seit geraumer Zeit aus Acrylglas oder Hydrogel hergestellt wird. Durch dieses spezielle Material aus dem die Linse erstellt wird, ist es möglich diese bis zu 12 Stunden im Auge zu belassen.
Je nach Bedarf unterscheidet man zwischen zwei verschiedenen Formen von Kontaktlinsen. Zum einen der formstabilen harten Linse und zum anderen der weichen Linse. Beide bestehen aus Kunststoffen, welche sich immer weiter entwickeln um das Auge beim Gebrauch möglichst wenig zu schädigen. Dies gelingt allerdings bei den formstabilen Produkten zur Zeit weitaus besser. Sie liegen nicht direkt auf der Hornhaut auf und schwimmen nur auf dem dünnen Tränenfilm des Auges. Durch den entstehenden Zwischenraum von Auge zu Linse bleibt somit ein ausreichender Gasaustausch des Auges und die nötige Sauerstoffversorgung gegeben. Das Risiko von Schädigungen am Auge ist so minimal gehalten. Bei der weichen Linse ist dies etwas größer, da sie direkt der Hornhaut aufliegt. Ihr Vorteil dagegen ist, dass sie durch die Anpassungsfähigkeit an das Auge selbst fester und bequemer im Auge sitzt. Sie eignet sich gut für den Gebrauch bei bestimmten Sportarten wie dem Wassersport, da das Verlustrisiko extrem gering ist.
Insgesamt dienen beide Formen wie schon benannt als Sehhilfen. Sie können viele Fehlsichtigkeiten ausgleichen. Darunter die Kurz- und Weitsichtigkeit, aber auch der Astigmatismus oder die Presbyopie. In Mode gekommen sind darüber hinaus kosmetische Kontaktlinsen, die keinen Korrektureffekt für die Sehstärke enthalten, aber das Auge in verschiedenen Farben erscheinen lassen. Die Anpassung solch einer Sehhilfe wird immer von einem Augenarzt, einem Augenoptiker oder einem Optometrist vorgenommen. Dort wird auch über die Tragedauer, Vorteile, Risiken und Nebenwirkungen sowie die Pflegehinweise für zu Hause aufgeklärt, wo der Betroffene sich die Linsen dann täglich selbst einsetzt.